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 FSME

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Infektion der Hirnhäute und unter Umständen des Gehirns. Die Krankheit tritt besonders in den Monaten April bis September auf und wird durch FSME-Viren übertragen.
Vorkommen: FSME kommt nur in bestimmten Gebieten vor: in Deutschland vor allem im Bayerischen Wald, im Schwarzwald, im Bodenseeraum und in den Donauniederungen, in Österreich vor allem entlang der Donau, in der Steiermark und in Kärnten (im Hochgebirge tritt die Krankheit nicht auf).
Ansteckung: In Zeckengebieten ist etwa jede fünfundzwanzigste bis zehntausendste Zecke mit dem FSME-Virus befallen. Nur etwa ein Drittel aller Infizierten erkrankt an FSME. Das Risiko, nach dem Biss einer Zecke zu erkranken, liegt also bei 1:75 bis 1:30 000.
Im Gegensatz zur Lyme-Borreliose sitzen die Erreger in den Speicheldrüsen und nicht in der Darmwand der Zecken. Das Virus wird deshalb sofort beim Biss übertragen, also schneller als bei der Lyme-Borreliose.
Symptome: Die Anzeichen einer FSME sind sehr unspezifisch. Die Infektion verläuft in zwei Phasen. Bei Kindern verläuft die FSME meist nur als Sommergrippe.
Nach einem Zeckenstich beträgt die Inkubationszeit zwischen 3 und 28 Tagen (meist jedoch nur drei bis sieben Tage). In den folgenden zwei bis vier Tagen kommt es zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Manchmal zeigen sich in dieser Phase auch keine typischen Krankheitszeichen. In über 90 Prozent der Erkrankungen ist jetzt bereits alles überstanden. Lediglich bei etwa zehn Prozent der Betroffenen kommt es, oft nach einer beschwerdefreien Phase von drei bis acht Tagen, zu einer zweiten Erkrankungsphase.
Das Fieber steigt wieder bis auf Werte um 40 °C an, begleitet von heftigen Kopf- und Gliederschmerzen; die Hirnhäute, das Zentralnervensystem und das Gehirn sind mehr oder weniger stark betroffen. Ein bis zwei Prozent der Erkrankungen verlaufen tödlich.
Impfung: Im Gegensatz zur Lyme-Borreliose gibt es für FSME einen aktiven und einen passiven Impfschutz. Besonders die passive Impfung, die nach einem Zeckenbiss vorgenommen wird oder prophylaktisch für eine Dauer von etwa vier Wochen vorgenommen werden kann, ist immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Für Kinder wird sie nicht empfohlen. Der Grund hierfür sind allergische Reaktionen sowie mehrere Fälle von Meningoenzephalitis und schwere Lähmungen, die nach dieser Impfung aufgetreten sind. Eine Schutzwirkung ist zudem nur bei zwei von drei Infizierten zu erwarten.

FSME verläuft in zwei Phasen; es zeigen sich grippeähnliche Symptome

 

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