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aus der Ärzte Zeitung Nr. 28, 13.02.02 Neue Lampenöle offenbar keine Gefahr für Kinder BERLIN (hsr) Restbestände in deutschen HaushaIten an gefärbten und parfümierten Lampenölen gefährden trotz ihres Verbots weiterhin die Gesundheit von Kindern. Von den jetzt im Handel erhältlichen Ersatzstoffen scheint hingegen kein größeres Risiko für Vergiftungen auszugehen. Das belegen erste Ergebnisse einer auf drei Jahre angelegten, vor zwei Jahren gestarteten bundesweiten Studie. An der Untersuchung des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) sowie der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin wirken 450 Kinderkliniken mit. Geprüft wird, welche Gesundheitsgefahren von den auf der Basis von Biodiesel entwickelten Ersatzstoffen in den Lampenölen ausgehen (Umweltmedizinischer Informationsdienst 1, 2002, 22). Die Gefährlichkeit der alten Lampenöle ist seit langem bekannt. Bereits sehr geringe Mengen, etwa durch Lecken am Docht, können bei Kindern schwere Gesundheitsschäden wie Aspirationspneumonien auslösen. Daher sind diese Öle in Deutschland vor drei, in der EU vor anderthalb Jahren verboten worden (die ,,Ärzte Zeitung" berichtete). Trotzdem werden, wie die Erstauswertung der Studie jetzt ergeben hat, die gefärbten parfümierten Stoffe noch immer verwendet: Von den bisher 99 Kindern mit Lampenöl-Ingestionen wurden bei 49 alte Petroleumdestiliat-, Paraffin-haltige Rezepturen nachgewiesen, 24 von ihnen bekamen eine Pneumonie. Ersatzstoffe wie Biodiesel hatten nur drei zu sich genommen, keiner dieser Kinder entwickelte eine Pneumonie. Wie Dr. Axel Hahn vom BgVV in Berlin mitteilt, müssen Eltern “unbedingt aufgefordert werden, die gefährlichen Lampenöle als Sondermüll zu entsorgen". Da Kinder sehr häufig aus den ungesicherten Öllampen trinken, unterstützt das BgVV außerdem eine Normungsinitiative zur Konstruktion sicherer Öllampen.
oder hier:
Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikoforschung 2004 als PDF 
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